| Juni 2009
Am 12. Juni 2009 sind wir endlich bereit und können die Schleuse in Arzal in Angriff nehmen. Dank guten
Tipps vom
Schleusenmeister Dominique und dem richtigen Zeitpunkt ist es relativ einfach, das Ganze
zu meistern.
Zugegeben, um 16h00 nachmittags hatte es auch nur gerade 4 Boote.

Der Vilaine entlang motoren wir nun im Salzwasser bis nach Tréhiguier, wo wir für die Nacht an einer Boje festmachen.
Am nächsten Tag ist unser Ziel der Golf du Morbihan. Auf der Fahrt dorthin testen wir unsere Wasserentsalzungsanlage.
Wäre ja wohl ein Traum gewesen, hätte dies funktioniert. Die Befestigung des Süsswasserrohres machte sich selbständig
und die Spülung der Membranen und des Filters wollte nicht mehr aufhören. So ganz nebenbei leerten sich dabei ca. 100 Liter
aus unserem Wassertank. Ein Zwischenstopp in Le Crouesty war nötig, um diesen wieder aufzufüllen.

Schöne Navigation vor dem Wind.

Eingang zum Golf du Morbihan. Die Strömung ist sichtlich.
Unser Ankerplatz liegt südlich der Ile aux Moines. Wir pumpen unser Dinghi (Beiboot) auf und rudern an Land,
um die Insel zu Fuss zu entdecken. Eine landschaftliche Augenweide. Man könnte meinen, die Einwohner
hätten
einen Wettbewerb über den schönsten Hortensiengarten ausgeschrieben.
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Steintisch (Dolmen).

Nach einem weiteren kurzen Abstecher in Arzal, um die Wasserentsalzungsanlage zu reparieren, sind wir wieder am Ankerplatz
vor der
Ile aux Moines.
Marie Laure und Pierre haben uns da vermutet. Mit beiden Booten machen wir einen Zwischenstopp
auf der Nachbarinsel Arz, bevor wir am späteren
Nachmittag voll betucht um die Ile aux Moines segeln.
Doch dann ist fertig lustig, der Motor muss uns unterstützen, sonst kommen wir nicht gegen die Strömung an, welche nun in den Golf
hinein fliesst. Einmal aus dem Nadelöhr raus, können wir wieder unter vollem Segel die Strecke bis nach La Trinité sur Mer geniessen.

In La Trinité verbringen wir eine ganze Woche (21. - 28. Juni 2009).

Hier baut Jörg von Yachtfunk während 2 Tagen
die Kurzwellenanlage ein und gleichzeitig nimmt die Firma
All Purpose Mass, um uns das Bimini (Sonnendeck) und die
Cockpitkissen anzufertigen.
Der allabendliche Sundowner mit Claudia und Bernhard runden das gute Ambiente ab. Die beiden liegen am
gleichen Steg
wie wir und haben auch Besuch von Jörg (schöne Werbung, gell).
.

Zum Apéro gibt es ein Glas Ovni, was sonst!

Nachts wird es oft kalt, man könnte meinen, wir hätten keine Heizung..... dem ist aber nicht so.
Trotz nicht kürzer werdender Mängelliste heisst es am 28. Juni 2009 wieder Leinen los, auf zu neuen Ufern:
zuerst geht es auf die Insel Groix.

Port Tudy.

Per Velo entdecken wir die wilde Südküste.



Noch mehr Hortensien.


Waschtag, es darf gekurbelt werden. 2 Minuten drehen für 1,5 kg Wäsche, ob die wohl sauber wird?

Morgenstimmung in Concarneau - gleichentags geht es weiter nach Port la Forêt, wo wir den Motorservice
machen müssen (spätestens nach 50 Stunden, sonst entfällt die Garantie).

Der berühmte bretonische Spritzer ist eingetroffen. Thierry macht lieber Fotos vom Trockenen aus.
Die nächste Etappe bringt uns nach St-Evette Audierne, der ideale Ort, um den westlichsten Punkt der Bretagne,
le Raz de Sein, zu passieren. Je länger die Nacht dauert, umso rolliger wird sie.
Der Wind drehte leicht und die Wellen kamen genau in die Bucht hinein.
Um 07h30 sind wir startklar für die nächste Strecke: le Raz de Sein. Unsere Gezeiten- und Stromberechnungen sind wohl
korrekt, denn vor und nach uns laufen auch die anderen Segelboote aus.

Die Strömung ist auf dem ganzen Weg bis nach L'Aber Wrac'h mit uns (ca. 1 - 3 Knoten) und
macht die Strecke durch Wasser um gut 10 Seemeilen kürzer.

Der Leuchtturm " la Vieille" wurde zwischen 1882 und 1887 gebaut. Siehe hier


6. Juli 2009: Nun warten wir auf ein besseres Wetterfenster in L'Aber Wrac'h, um von hier direkt auf die Kanalinsel
Guernsey zu
segeln (100 Meilen).
Es ist zwar relativ schön, doch der Wind ist zu stark und die See zu aufgewühlt.
Heute verliess auf jeden Fall keiner den Hafen - so ist es auch für uns zu früh, Fische zu füttern.
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