Juli 2009
Wir sind immer noch in Falmouth und warten auf ein gutes Wetterfenster.
Der Wind bläst zudem immer noch in die für uns falsche Richtung: Süd/Südwest.




Am 24. Juli ist es soweit. Westwinde sind für eine kurze Zeit lang angesagt. Wir verlassen Falmouth
um
13h00. Die Zeit drängt, denn wir werden in Arzal erwartet. Die zahlreichen Reparaturen sollen
noch vor
dem 3 wöchigen Werfturlaub
erledigt werden.

Wiederum müssen wir nahe beim Verkehrstrennungsgebiet vorbei segeln. Dieses Mal bleiben
aber alle Cargos schön ausser Reichweite.
Wir segeln am Wind, mit seitlichen
Wellen von 2m50
(was nicht allzu bequem ist) und kommen sehr zügig voran. Wo ist da die Bremse?
Bei dieser Geschwindigkeit sind wir viel zu früh dran, um die Passage zwischen der Insel Béniguet
und dem Festland zu nehmen (die Strömung kann dort 4 bis 5 Knoten sein, das wollen wir uns
nachts
und gegen uns nicht antun).
Schlussendlich segeln wir aussen um die Insel Ouessant herum.


Sonnenaufgang vor der Insel Ouessant. Von hier an muss uns wieder der Motor unter die
Arme greifen, denn der Wind hört auf zu blasen und die Strömung setzt ein (gegen uns,
aber nicht im
gleichen Ausmass).

Beliebter Ankerkplatz: St. Nicolas auf der kleinen Inselgruppe Les Glénans.
Die nächste Etappe heisst: Glénans - Sauzon, auf der Insel Belle Ile. Bisher der schönste Segeltag.
Halber Wind bei 10 Knoten, fast kein Wellengang, Sonnenschein, angenehme Temperaturen und am
Schluss
erwartet uns das Empfangskomitee in Form von Delfinen!


Sauzon by Night.
Eigentlich wollen wir noch das Unterwasserschiff begutachten.
Ebbe ist nachts um 03h00.
Claudia ist "per Zufall" wach und geht auf einen nächtlichen Spaziergang,
runds ums Boot, um den Propeller, die Anoden und den Anstrich zu begutachten.


Am nächsten Tag verlassen wir Sauzon ohne zu frühstücken, denn wir
haben verschlafen und das Wasser läuft bereits wieder zum Hafen raus. Gerne würden wir noch
bleiben, das hiesse aber, bis abends um 20h00 das nächste Hochwasser abzuwarten.


Ein kleiner Kreis schliesst sich. Am 18h00 können wir die Schleuse in Arzal mit 10
anderen Booten passieren.
Kurz darauf machen wir am vertrauten Steg fest.
Ob 5 Tage reichen,
um alles in Ordnung zu bringen? Fortsetzung folgt.
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